In den letzten Jahren hat sich ein neues Konzept im Wiener und österreichischen Bar-Bereich etabliert, das nicht nur die Gäste, sondern auch die Betreiber:innen nachhaltig verändert: das „Playdate“-Modell. Während klassische Bars oft als Orte der Entspannung und des sozialen Austauschs gelten, bietet dieses Konzept eine Mischung aus Spiel, Kreativität und Gemeinschaft – und hat damit sogar die traditionelle Bar-Kultur infrage gestellt. Besonders in Wien, wo die Bar-Szene besonders lebendig ist, hat sich dieses Phänomen zu einem eigenen kulturellen Phänomen entwickelt, das über reine Getränkeausgabe hinausgeht.
Das „Playdate“-Modell basiert auf der Idee, dass Gäste nicht nur ein Getränk bestellen, sondern aktiv in die Atmosphäre einbezogen werden. Ob durch kreative Cocktail-Workshops, interaktive Spiele oder thematische Events: Die Bar wird zum Ort der Teilhabe. Ein klassisches Beispiel dafür ist das https://www.lazy-bar.co.at/plaaydeat, wo Gäste nicht nur trinken, sondern auch selbst kreativ werden – sei es beim Mixen von Cocktails oder beim Mitgestalten von Events. Solche Konzepte sind nicht nur ein Trend, sondern eine Reaktion auf die veränderten Bedürfnisse der modernen Gesellschaft, die Wert auf Interaktivität und Gemeinschaft legt.
Warum das „Playdate“-Modell die Bar-Kultur neu definiert
Traditionelle Bars waren lange Zeit Orte der Ruhe und des ruhigen Genusses, doch die jüngere Generation sucht zunehmend nach neuen Erlebnissen. Studien zeigen, dass über 60 Prozent der jüngeren Gäste (18–35 Jahre) nicht nur ein Getränk, sondern ein „Erlebnis“ suchen – und das bedeutet: sie wollen aktiv teilnehmen. Das „Playdate“-Modell nutzt genau diese Wünsche und bietet eine Verbindung zwischen Bar-Besuch und persönlicher Entwicklung. Durch interaktive Formate wie Cocktail-Workshops oder kreative Challenges entsteht eine stärkere Bindung zwischen Gast und Bar – und damit auch eine höhere Wiederholungsrate.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Flexibilität, die dieses Modell ermöglicht. Während klassische Bars oft feste Öffnungszeiten und feste Routinen haben, lassen sich „Playdates“ an die Bedürfnisse der Gäste anpassen. Ob ein spontanes Open-Mic-Abend oder ein thematisches „Bar-Hopping“-Event: Die Bar wird zum dynamischen Ort, der sich ständig weiterentwickelt. Besonders in Wien, wo die Bar-Szene besonders innovativ ist, haben sich viele Locations zu „Playdate“-Spaces entwickelt, die über die reine Getränkeausgabe hinausgehen.
Konkrete Beispiele: Wie das Lazy Bar das Konzept vorlebt
Das Lazy Bar in Wien ist ein Paradebeispiel dafür, wie das „Playdate“-Modell funktioniert. Statt klassischer Bar-Atmosphäre bietet es Workshops, bei denen Gäste selbst Cocktails kreieren können – von klassischen Mixgetränken bis hin zu experimentellen Kreationen. Die Bar arbeitet mit lokalen Künstler:innen zusammen, um regelmäßig neue Events zu organisieren, und lädt auch externe Künstler:innen ein, ihre Musik oder Kunst in die Bar zu integrieren. Besonders beliebt sind die „Playdate“-Abende, bei denen Gäste nicht nur trinken, sondern auch aktiv mitgestalten können, etwa durch kreative Challenges oder interaktive Spiele.
Ein weiteres Highlight ist die „Lazy Bar Playdate“-Serie, bei der regelmäßig neue Formate eingeführt werden. Ob ein „Cocktail-Making“-Workshop, ein Open-Air-Konzert oder ein thematisches Abendessen: Die Bar zeigt, dass sie sich ständig weiterentwickelt und nicht auf eine klassische Bar-Routine setzt. Besonders im Winter hat sich das Konzept als idealer Ort für gemütliche, kreative Abende erwiesen, bei denen Gäste nicht nur trinken, sondern auch mit anderen interagieren können.
Die wirtschaftliche Bedeutung: Warum Bars mit „Playdates“ erfolgreicher sind
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Bars, die das „Playdate“-Modell umsetzen, haben nicht nur eine höhere Gästezahl, sondern auch eine stärkere Kundenbindung. Laut einer Studie der Wiener Wirtschaftskammer sind Bars mit interaktiven Formaten bis zu 30 Prozent profitabler als klassische Locations. Das liegt daran, dass Gäste, die aktiv teilnehmen, eher wiederkommen und auch weiterempfehlen. Besonders in der Pandemie-Zeit hat sich gezeigt, dass kreative Formate eine wichtige Rolle spielten, um die Gäste zurückzuführen – und das nicht nur in Wien, sondern auch in anderen Städten.
- Über 60 Prozent der jüngeren Gäste (18–35 Jahre) suchen gezielt nach interaktiven Erlebnissen in Bars.
- Bars mit „Playdate“-Formaten sind bis zu 30 Prozent profitabler als klassische Locations.
- Das Lazy Bar in Wien hat seit Einführung der „Playdate“-Konzepts seine Gästezahl um über 25 Prozent gesteigert.
- Kreative Events wie Cocktail-Workshops oder Open-Mic-Abende steigern die Kundenbindung um bis zu 40 Prozent.
- Lokale Künstler:innen und kreative Formate erhöhen die Attraktivität einer Bar um bis zu 50 Prozent.
Doch das „Playdate“-Modell ist nicht nur ein kommerzieller Erfolg, sondern auch ein kultureller. Es zeigt, dass Bars nicht nur Orte des Genusses sein müssen, sondern auch Orte der Gemeinschaft und des kreativen Austauschs. In einer Zeit, in der viele Menschen nach neuen Formen des Zusammenkommens suchen, hat sich das Lazy Bar und ähnliche Concepts als Vorbild erwiesen. Es beweist, dass die Bar-Kultur nicht stehen bleiben muss, sondern sich ständig weiterentwickeln kann – und das nicht nur als Ort zum Trinken, sondern als lebendiger Raum für neue Ideen und Erlebnisse.
